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Automatisierung

n8n vs. Zapier vs. Make 2026: Der Vergleich für KMU

Ihre Zapier-Rechnung hat sich in einem Jahr verdreifacht, obwohl keine Automatisierung dazukam? Das ist kein Abrechnungsfehler — das ist das Abrechnungsmodell. Die drei großen Automatisierungsplattformen zählen Geld so unterschiedlich, dass derselbe Workflow 20 € oder 900 € im Monat kosten kann.

Wir bei qikdev bauen täglich Automatisierungen auf n8n — aber ehrlich gesagt: Es ist nicht für jeden das Richtige. Hier der Vergleich n8n vs. Zapier vs. Make, ohne Fanbrille.

Die kurze Antwort: Wer sollte was nehmen

  • Zapier — wenn Sie ohne technische Kenntnisse schnell zwei populäre Dienste verbinden wollen. Bei Volumen am teuersten.
  • Make — der Mittelweg: visuelle mehrstufige Szenarien zum moderaten Preis.
  • n8n — wenn das Volumen wächst, Sie KI-Agenten wollen oder Datenkontrolle brauchen (DSGVO). Die Self-Hosted-Version ist kostenlos.

Der entscheidende Unterschied: Wofür Sie zahlen

Hier versteckt sich die Falle — deshalb beginnen wir mit der Abrechnung, nicht mit den Oberflächen.

  • Zapier zählt Tasks: Jede Aktion im Workflow ist eine abrechenbare Einheit. Ein Workflow mit 10 Schritten verbraucht pro Durchlauf 10 Tasks.
  • Make zählt Operationen — ebenfalls pro Schritt, aber zu deutlich günstigeren Tarifen.
  • n8n zählt Ausführungen: Der ganze Workflow, auch mit 50 Schritten, ist eine Einheit.

Nach Berechnungen von Cipher Projects kostet ein 10-Schritte-Workflow bei 10.000 Durchläufen im Monat auf n8n 80–90 % weniger als auf Zapier. Je länger die Workflows, desto größer die Lücke.

Die Preise 2026

KostenlosEinstiegstarifBei 50.000 Tasks/Monat
Zapier100 Tasks/Monat, 2 Schritteab 19,99 $/Monat (750 Tasks)≈ 1.000 €
Make1.000 Operationen/Monat10,59 $/Monat (10.000 Op.)≈ 280 €
n8nself-hosted ohne LimitsCloud ab 20 $/Monat≈ 25 € (eigener Server)

Die Volumenzahlen stammen aus dem Vergleich von Softomate Solutions: Bei 50.000 Tasks im Monat erreicht der Unterschied zwischen Zapier und self-hosted n8n das 47-Fache.

Solange Sie wenige Automatisierungen haben, spüren Sie davon nichts — der Gratis-Tarif von Make (1.000 Operationen) reicht einem kleinen Betrieb lange. Die Schmerzen beginnen mit dem Wachstum, und Automatisierungen vermehren sich erfahrungsgemäß.

Zapier: Sie bezahlen den schnellen Start

Die Stärke von Zapier sind über 7.000 fertige Integrationen und eine Einrichtung nach dem Prinzip „anschließen und läuft". Wenn einmal am Tag Formularanfragen in eine Tabelle wandern sollen, erledigt Zapier das — ohne Handbuch.

Die Schwäche: der Preis des Wachstums und begrenzte Logik. Komplexe Verzweigungen und Datenverarbeitung stoßen schnell an die Grenzen der Plattform.

Make: die Balance aus Preis und Leistung

Make bietet einen visuellen Szenario-Editor mit Verzweigungen, Iteratoren und Array-Verarbeitung — logisch deutlich mächtiger als Zapier und laut Digital Applied bei vergleichbaren Volumen rund 60 % günstiger. Für ein nicht-technisches Team mit einem Dutzend Szenarien eine vernünftige Standardwahl.

n8n: Leistung und Kontrolle — aber jemand muss es betreiben

n8n ist Open Source. Die Self-Hosted-Version ist kostenlos und begrenzt weder Schritte noch Nutzer. Bei Bedarf schreiben Sie echten Code (JavaScript/Python), bauen KI-Agenten und nutzen eigene Modelle. Für deutsche Unternehmen zählt vor allem: Kundendaten laufen nicht über einen Drittanbieter — das macht das DSGVO-Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten erheblich kürzer.

Der Preis dafür ist die Einstiegshürde. n8n braucht einen Server (VPS für 20–30 €/Monat) und gelegentliche Updates. Ohne technische Person im Team oder Dienstleister wird Self-Hosting zur Last — dann lieber n8n Cloud ab 20 $/Monat oder bei Make bleiben.

Konkrete Praxis-Szenarien zeigen wir in 5 Automatisierungen für kleine Unternehmen — alle auf n8n gebaut.

Ehrlich gesagt: Wann ein Wechsel unnötig ist

Wenn Sie drei Automatisierungen betreiben und in einen Gratis-Tarif passen — lassen Sie Funktionierendes in Ruhe. Die Migration von Szenarien kostet Stunden, und 10 € Ersparnis im Monat rechtfertigen das nicht. Der Wechsel zu n8n lohnt sich ab Rechnungen von ~100 €/Monat, bei langen Workflows oder bei Datenschutzanforderungen.

Fazit

Start ohne Technik-Support — Make. Maximale fertige Integrationen, minimales Nachdenken — Zapier. Wachstum, KI-Agenten und Datenkontrolle — n8n. Unsicher, was zu Ihren Prozessen passt? Bringen Sie Ihre Liste der Routineaufgaben mit in ein kostenloses 30-Minuten-Audit — wir rechnen gemeinsam. Termin buchen.